Bereinigen deiner WordPress-Mediathek

Im Laufe der Zeit können sich auf deiner WordPress-Website Hunderte, wenn nicht gar Tausende von Bildern ansammeln. Auch wenn Hosting-Anbieter normalerweise nicht gerade kleinlich mit Speicherplatz sind, ist es dennoch empfehlenswert, deine Website aufzuräumen. Wenn du das nicht tust, kann es passieren, dass du am Ende eine riesige Sammlung ungenutzter Mediendateien hast, was die Geschwindigkeit beeinträchtigen kann.

Glücklicherweise macht WordPress sowohl das Hochladen als auch das Löschen von Mediendateien einfach. Es gibt also keine Ausrede mehr dafür, deine Bildersammlung nicht von Zeit zu Zeit aufzuräumen. Du wirst anschließend sehen, dass deine Website reibungsloser läuft und deine Abläufe effizienter sind.

In diesem Artikel erläutern wir, warum du deine WordPress-Mediathek bereinigen solltest. Anschließend zeigen wir dir, wie du dich auf diesen Prozess vorbereitest und wie du ihn durchführst, und geben dir einige Tipps zur Wartung danach. Legen wir los!

Gründe für das Bereinigen deiner WordPress-Mediathek

In deinem Privatleben hast du vielleicht viele gute Gründe, Dateien aufzubewahren, auf die du nicht täglich zugreifst. Vielleicht musst du z. B. offizielle Dokumente oder wichtige Quittungen aufheben. Es gibt jedoch keine guten Gründe dafür, eine große Anzahl von Mediendateien auf deiner Website zu speichern.

Die meisten Hosting-Tarife haben eine Speicherplatzbeschränkung. Selbst wenn du reichlich Speicherplatz zur Verfügung hast, wird dieser irgendwann knapp, wenn du nicht aufpasst. Und bei Websites nehmen Mediendateien i. d. R. den größten Teil deines Speicherkontingents ein. Das gilt insbesondere, wenn du hochauflösende und nicht optimierte Bilder verwendest, die viel Platz benötigen.

Überlege, wie viele Bilder du im Durchschnitt für Seiten oder Blogbeiträge verwendest. Selbst für eine einfache Website werden nicht selten Hunderte von Mediendateien verwendet.

Wenn du Zielseiten aktualisierst, Blogbeiträge überarbeitest oder neue Produkte hinzufügst, werden alte Mediendateien möglicherweise nicht mehr benötigt. Wenn du sie aber nicht aus der Mediathek entfernst, nehmen sie Platz weg und machen die Suche nach den richtigen Dateien noch schwieriger. Wer möchte schon Dutzende von Seiten mit Dateien durchforsten, um das eine Foto zu finden, das gerade gebraucht wird? Wie ein aufgeräumter Arbeitsplatz ist auch eine gut organisierte Mediathek die Mühe wert, da du dir dadurch jeden Tag Zeit und Stress ersparen kannst.

WordPress-Mediathek mit verschiedenen Bildern

Gelegentlich kann eine zu große Anzahl von Bildern auf deinem Server deine WordPress-Website auch verlangsamen. Allerdings ist das normalerweise nur der Fall, wenn du eine Seite mit einer großen Anzahl von Dateien lädst, und kann leicht vermieden werden, indem du ein Netzwerk für Content-Auslieferung (CDN) verwendest

Noch wichtiger ist, dass sich eine überfüllte Mediathek auf deine Backups auswirken kann, insbesondere wenn diese nicht inkrementell sind. Dies kann dazu führen, dass nicht nur Backups, sondern auch Migrationen und Wiederherstellungen von Websites viel länger als nötig dauern.

Das ist vor dem Löschen von Mediendateien in WordPress zu tun

Bevor du mit dem Löschen von Dateien aus deiner Mediathek beginnst, empfehlen wir dir, deine gesamte Website zu sichern. Auf diese Weise kannst du auf dieses Backup zurückgreifen, wenn du Dateien löschst, die du nicht wieder von deinem Computer hochladen kannst.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, WordPress zu sichern. Je nach Web-Host hast du möglicherweise auch Zugang zu automatischen Backups, die du über das Steuerungscenter deines Hosts wiederherstellen kannst. In den meisten Fällen ist es jedoch am besten, ein WordPress-Backup-Plugin wie Jetpack Backup zu verwenden.

Mit Jetpack Backup wird jede Änderung, die du an deiner Website vornimmst, in Echtzeit in der Cloud gespeichert. Das bedeutet, dass du vor der Aktualisierung deiner Website keine manuellen Backups erstellen musst und immer aktuelle Kopien zur Verfügung hast, falls etwas schiefgeht.

Wenn du vorhast, eine große Anzahl von Mediendateien aus WordPress zu löschen, solltest du eine Staging-Website verwenden. Wenn du dir sicher bist, dass du keine wichtigen Mediendateien gelöscht hast, kannst du die Website live schalten.

Bereinigen deiner WordPress-Mediathek

Das Bereinigen von Mediendateien in WordPress ist erstaunlich einfach. Du hast dazu zwei Möglichkeiten: über das WordPress Dashboard und über das File Transfer Protocol (FTP). 

1. Bereinigen von Mediendateien in deinem WordPress Dashboard

Melde dich dazu bei deinem WordPress Dashboard an und navigiere zu Medien → Medienübersicht. Daraufhin wird die WordPress-Mediathek geöffnet und du kannst durch alle Bilder und Videos navigieren, die du auf deine Website hochgeladen hast.

Dateien in der WordPress-Mediathek

Es ist einfach, einzelne Dateien in der Mediathek zu löschen. Klicke einfach auf das Bild oder Video, das du entfernen möchtest. Daraufhin wird ein Pop-up-Fenster geöffnet. Das Fenster enthält eine Vorschau der Mediendatei, relevante Informationen sowie ihre Metadaten.

einzelne Mediendatei mit Optionen in der Mediathek

Unten rechts auf dem Bildschirm wird dir die Option Dauerhaft löschen angezeigt. Klicke darauf und bestätige den Vorgang.

Dieser Vorgang ist zwar einfach, kann aber sehr zeitaufwendig sein, wenn du eine große Anzahl von Mediendateien löschen musst. Ist dies der Fall, kannst du zum Hauptbildschirm der Mediathek zurückkehren und im Menü oben auf der Seite nach dem Button Mehrfachauswahl suchen.

Option „Mehrfachauswahl“ in der Mediathek

Klicke auf Mehrfachauswahl und wähle die Dateien aus, die entfernt werden sollen. Wenn du fertig bist, klicke oben auf dem Bildschirm auf die Option Dauerhaft löschen .

die Option zum dauerhaften Löschen von Bildern in WordPress

Du wirst von WordPress aufgefordert, die Entscheidung zu bestätigen. Danach sind die Dateien weg. Wenn du mehrere Seiten mit Mediendateien hast, musst du diesen Vorgang Seite für Seite durchführen.

2. Löschen von WordPress-Mediendateien über FTP

Du kannst auch einen FTP-Client verwenden, um eine große Anzahl von Mediendateien gleichzeitig zu löschen. Der Vorteil dieses Ansatzes ist, dass ganze Jahre oder Monate von Mediendateien in Sekundenschnelle entfernt werden können.

Zunächst musst du über FTP eine Verbindung zu deiner Website herstellen. Wenn du einen FTP-Client hast, empfehlen wir dir, einen zu verwenden, bei dem du Mediendateien in der Vorschau anzeigen kannst, wie z. B. SmartFTP oder Cyberduck.

Die meisten Web-Hosts stellen dir FTP-Anmeldedaten zur Verfügung, wenn du dich für einen Tarif registrierst. Wenn du keinen Zugriff auf diese Anmeldedaten hast, solltest du im Steuerungscenter deines Hosts ein neues FTP-Konto erstellen können.

Sobald du eine Verbindung zu deinem Server hergestellt hast, musst du den „Stammordner “ von WordPress finden. Er enthält alle Dateien und Unterverzeichnisse, aus denen deine Website besteht. Normalerweise heißt er public_html, public, www oder einfach wie deine Website.

Wenn du den Stammordner gefunden hast, öffne ihn. Du siehst eine Dateistruktur, die in etwa wie folgt aussieht:

Dateien im Ordner „public_html“ deiner Website

Als Nächstes suchst du im Verzeichnis wp-content/uploads nach deinen WordPress-Mediendateien. Darin findest du Ordner für jedes Jahr seit der Erstellung deiner Website. Jedes Jahr enthält Unterverzeichnisse für die einzelnen Monate.

Ordner im uploads-Verzeichnis

Wenn du die zu löschenden Mediendateien namentlich kennst, kannst du sie gemeinsam auswählen, mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Stelle im Client klicken und dann die Option Löschen auswählen.

An dieser Stelle kann ein FTP-Client nützlich sein, der eine Vorschau für Mediendateien anzeigt (wie ForkLift oder Commander One). Mit dieser Option ist es einfacher, die zu löschenden Dateien zu finden, auch wenn du nicht weißt, wie sie heißen.

Das ist nach der Bereinigung deiner WordPress-Mediathek zu tun

Nachdem du alle ungenutzten Mediendateien in deiner Mediathek gelöscht hast, empfehlen wir einige Schritte, um den Bereinigungsprozess abzuschließen. Glücklicherweise sind diese Aufgaben mit den richtigen Tools sehr einfach.

1. Deaktiviere Anhangsseiten in WordPress

WordPress erstellt standardmäßig für jede Mediendatei, die du auf deine Website hochlädst, eine neue Seite. Diese Seiten heißen Anhangsseiten (Anhangsbeiträge) und in den meisten Fällen sind sie unnötig.

Außerdem kann es sein, dass Suchmaschinen direkt auf die Anhangsseite verlinken, wenn eines deiner Bilder sehr beliebt ist (also häufig angeklickt wird). So kann es passieren, dass du Klicks für eine Seite bekommst, die nur ein Bild oder ein Video enthält und die nicht mit anderen Seiten deiner Website verlinkt ist.

Nachdem du ungenutzte Bilder entfernt hast, kann es sein, dass du Anhangsseiten hast, zu denen keine Mediendateien vorhanden sind. Aus diesem Grund empfehlen wir, Anhangsseiten vollständig zu deaktivieren. Dieser Schritt wird auch dazu beitragen, den Umfang deiner Mediathek zukünftig in Grenzen zu halten.

Am einfachsten ist es, dazu in WordPress ein Plugin für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) zu verwenden. Du hast wahrscheinlich schon eines installiert. Wenn dies aber nicht der Fall ist, enthalten Yoast SEO und All In One SEO dieses Feature.

Wenn du Yoast verwendest, navigiere zu SEO → Darstellung in der Suche → Medien und suche nach der Option Medien & Anhang URLs . Wähle bei Anhangs-URLs auf die Anhangs-Datei weiterleiten? Ja aus. Dadurch deaktiviert Yoast Anhangsseiten für Mediendateien.

Yoast-Einstellungen für Medien- und Anhangs-URLs

Wenn du All In One SEO verwendest, navigiere zu All in One SEO → Search Appearance (All in One SEO → Darstellung in der Suche), und wähle oben auf dem Bildschirm im Dropdown-Menü die Option Image SEO (Bild-SEO) aus. Wähle auf der nächsten Seite neben der Einstellung Redirect Attachment URLs (Anhangs-URLs weiterleiten) die Option Attachment Parent (Übergeordnete Seite des Anhangs) aus.

Einstellungen in All in One SEO für Anhangs-URLs

Mit dieser Option werden Nutzer, die auf Anhangsseiten landen, automatisch zu den Beiträgen weitergeleitet, in denen diese Bilder zu finden sind. Wenn die Bilder nicht mehr vorhanden sind, werden die Seiten selbst nicht mehr angezeigt.

2. Prüfe, ob auf deiner Website Bilder fehlen

Leider kann es passieren, dass du beim Bereinigen deiner WordPress-Mediathek versehentlich einige Dateien löschst. Vielleicht bemerkst du es erst, wenn du auf der Website surfst und auf eine Seite stößt, auf der Bilder nicht geladen werden, von denen du weißt, dass sie dort sein sollten.

Um dies zu vermeiden, empfehlen wir dir nach der Bereinigung deiner Mediathek, alle Hauptseiten deiner Website daraufhin zu überprüfen, ob dort wichtige Bilder fehlen. Ist dies der Fall, musst du diese Dateien erneut hochladen oder ein aktuelles Website-Backup wiederherstellen.

Am einfachsten prüfst du eine große Anzahl von Seiten auf fehlende Bilder mit einem Plugin wie Broken Link Checker. Dieses Plugin kann deine Website nach fehlerhaften Links und Bildern durchsuchen, sodass du das nicht manuell tun musst.

Nachdem du dieses Plugin installiert und aktiviert hast, gehst du einfach zu Einstellungen → Link Checker und weiter zum Tab Welche Links überprüfen . Hier findest du mehrere Optionen für Links und Mediendateien, die das Plugin überprüfen kann. 

Wenn du nur sicherstellen willst, dass keine Bilder fehlen, wähle die Option HTML Bilder aus und klicke dann auf Änderungen übernehmen.

Einstellungen zum Prüfen fehlerhafter Medienlink

Auf dem Tab Allgemein der Plugin-Einstellungen findest du eine Übersicht über fehlende Bilder, die das Plugin nicht finden konnte. Wenn die Meldung Keine fehlerhaften Links gefunden angezeigt wird, bedeutet das, dass keine Bilder fehlen.

Jetzt kannst du wieder an der Aktualisierung und Verbesserung deiner Website arbeiten. In den meisten Fällen musst du deine Mediathek erst wieder in ein paar Monaten bereinigen.

3. Optimiere die restlichen Bilder

Bilder zählen normalerweise zu den größten Dateien auf einer WordPress-Website und können aufgrund ihrer großen Anzahl deine Website stark verlangsamen. Das ist ein Problem, denn Benutzer mögen keine langsamen Websites – und Suchmaschinen auch nicht. 

Eine Optimierung deiner Bilder kann viel bringen, ohne dass du Qualitätseinbußen in Kauf nehmen musst. Dies hat den zusätzlichen Vorteil, dass weniger Serverressourcen beansprucht werden, was insbesondere bei Shared-Hosting-Tarifen von Vorteil ist.

Am leichtesten geht das mit einem WordPress-Bild-CDN wie Jetpack. Dieses Tool komprimiert Bilder automatisch für eine schnelle Bereitstellung und liefert sogar je nach Gerätetyp des Besuchers die richtigen Dateiformate und -größen. All diese Vorgänge laufen im Hintergrund ab, ohne dass du etwas tun musst.

Sorge dafür, dass deine WordPress-Website optimal läuft

Wenn du deine Website schon eine Weile betreibst, hast du wahrscheinlich Dutzende von Mediendateien, die du nicht mehr verwendest. Deshalb ist es ratsam, deine WordPress-Mediathek gelegentlich zu bereinigen. Wenn du unnötige Dateien löschst, wird Speicherplatz frei und deine Backups werden kleiner und übersichtlicher.

Du kannst Dateien direkt aus deiner Mediathek in WordPress entfernen oder mithilfe eines FTP-Clients mehrere Dateien auf einmal löschen. Unabhängig davon, welchen Ansatz du wählst, solltest du vor dem Löschen von Dateien ein Backup deiner Website erstellen und anschließend sicherstellen, dass du keine wichtigen Daten gelöscht hast.

Wenn du noch keine Backup-Lösung hast, solltest du dir definitiv Jetpack Backup ansehen. Das Tool speichert deine Website in Echtzeit, sodass du bei einem Notfall jedes Detail wiederherstellen kannst. Außerdem wird ein Aktivitätsprotokoll erstellt, sodass du den genauen Zeitpunkt auswählen kannst, auf den du die Daten wiederherstellen möchtest. 

All dies wird extern auf den sicheren Servern von WordPress gespeichert. Deine Website wird dadurch also nicht verlangsamt und du hast die Gewissheit, dass deine Dateien sicher aufbewahrt werden. 

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Rob Pugh profile
Rob Pugh

Rob is the Marketing Lead for Jetpack. He has worked in marketing and product development for more than 15 years, primarily at Jetpack, Mailchimp, and UPS. Since receiving a Master of Science in Marketing Degree from Johns Hopkins University, he’s focused on delivering products that delight people and solve real problems.

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